Baumschutz beim Bau des RRX zwischen Reisholz und Wehrhahn

In der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 26.04.2017 beantwortete die Verwaltung unsere Anfrage, siehe unten Link zum pdf.

In Kürze:
Die Stadt setzt sich in der Kooperation mit der DB Netz nach wie vor für den Erhalt der 55 Bäume an der Gustav-Poensgen-Straße ein!
Unter anderem mit einem zusätzlichen Vertragwerk.
VOR der Sommerferien erfolgt die Offenlegung der Planfeststellung,
DAVOR erfolgt noch eine Einladung der DB Netz an alle Bürger*innen.

Dietmar Wolf

Die Antwort in Gänze als .pdf

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Wir GRÜNE setzen uns für den Erhalt der Bäume auf der Gustav-Poensgen-Straße in Friedrichstadt-Ost ein. Ebenso finden wir die einst vorgeschlagene auf die Betonmauern aufgesetzte Lärmschutzwand als zu verschattend und fordern eine transparente lichdurchlässige Variante. Die Stadt hat diese Kriterien aufgenommen, doch was nun?  Aus diesem Grund stellen eine Anfrage nach dem aktuellen Sachstand im kommenden Ordnungs- und Verkehrsausschuss. Die Sitzung ist am Mittwoch, dem 26.04.2017 um 16.00 Uhr und öffentlich im Rathaus, Marktplatz 2, interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen

Anfrage der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Baumschutz beim Bau des RRX zwischen Reisholz und Wehrhahn

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
in der Sitzung am 24.08.2016 informierte die Verwaltung mit der Vorlage 66/45/2016 den
Ordnungs- und Verkehrsausschuss zum RRX-Planfeststellungsabschnitt 2.1 (Reisholz-
Wehrhahn) wie folgt (Auszug):
„Das Thema Baumerhaltung entlang der Gleisanlagen im Zuge der Errichtung von
Schallschutzwänden wird durch ein Baumerhaltungsmanagement, zu dessen Durchführung
sich die DB in den Planfeststellungsunterlagen verpflichtet, geregelt. Betroffen ist hier
insbesondere die Gustav-Poensgen-Straße. Der seitens der DB vorgelegte
Landschaftspflegerische Begleitplan lässt hier noch keine abschließende Beurteilung zum
konkreten Ausmaß der Eingriffe in den hier stadtbildprägenden Baumbestand zu. Die Stadt
fordert, dass oberste Prämisse der Erhalt der Bäume haben soll, durch geeignete
Minderungsmaßnahmen Eingriffe reduziert und erst bei nachgewiesen unausweichlichen
Eingriffen die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen dargestellt werden sollen.“

Laut Anlage 1 zu dieser Vorlage befindet sich der Abschnitt Vulkanstraße / Arminstraße /
Gustav-Poensgen-Straße noch in der Abstimmung. Dort heißt es unter 1.11.2:

„Stadtplanerisch gelten aus Sicht der Stadt folgende Prämissen:
• Die Bäume sollen erhalten werden.
• Der westliche Gehweg in der Vulkanstraße entlang der Stützmauer kann entfallen.
• Die Lärmschutzwände sollen im unteren Bereich begrünt werden.
• Transparente Elemente sind anzustreben.
• Feuerwehrzugänge sind gemäß den Vorgaben der Feuerwehr zu berücksichtigen.“

Wir bitten Sie daher folgende Anfrage auf die Tagesordnung des OVA am 26.04.2017 zu
nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

Wie ist der aktuelle Stand der Verhandlungen zwischen der Stadt Düsseldorf und der
Deutschen Bahn AG zu folgenden Punkten
– Erhalt und Schutz der Bäume im PFA 2.1, insbesondere der Gustav-Poensgen-
Straße,
– Höhe und Lichtdurchlässigkeit bzw. Transparenz der geplanten Schallschutzwände,
– Durchwegung der Gustav-Poensgen-Straße für Fußgänger*innen, Rad- und MIVerkehre,
– Zeitplanungen der Offenlegung und Informations-/ Beteiligungsveranstaltungen

Begründung:
Mit dem Rhein-Ruhr-Express (RRX) wird ein System von beschleunigten Regionalzügen im
Rhein-Ruhrgebiet zur Entlastung und Entschleunigung des Regionalverkehrs realisiert
werden. Über 30.000 PKW-Fahrten mit entsprechender CO2- und NOX-Vermeidung können
zukünftig durch das Projekt täglich vermieden werden.
Bei den Baumaßnahmen ist in höchstem Maße auf den Erhalt der Bäume zu achten, um
deren Schutz und Bestand sich Bürger*innen besonders im o.g. Planabschnitt sorgen. Die
Gustav-Poensgen-Straße befindet sich in einem Lastraum der verdichteten
Innenstadtbereiche, in dem Begrünung generell und ein gesunder, hochgewachsener
Baumbestand im Besonderen einen hohen Stellenwert haben muss.
Eine transparente Schallschutzwand statt Verschattung würde darüber hinaus die
Lebensqualität der Anwohner*innen erhalten bzw. erhöhen. Auch hier ist eine intensive
Prüfung der Machbarkeit von Nöten.

Dietmar Wolf                    Norbert Czerwinski                    Sandra Patalla

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