Nutzung des Kunstraums

Clara Gerlach

Bezugnehmend auf unsere Anfrage zum Kunstraum Salzmannbau 2016 in der Bezirksvertretung 3 hakte Ratsfrau Clara Gerlach nach. Die Anfrage der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantwortete Kulturdezernet Hans-Georg Lohe am 16.02.2017 im Kulturausschuss wie folgt:

Nutzung des Kunstraums

Fragen:

  • Wie können sich freie Kurator/innen, off-Räume, Künstler/innen sowie Musiker/innen für eine Nutzung des Kunstraumes bewerben und wie wird darüber entschieden?
  • Wie werden die Kurator/innen für die Ausstellungen im Kunstraum ausgewählt und welches Verfahren liegt dem zu Grunde?
  • Durch welche Konzepte könnte die Einbeziehung der Düsseldorfer Künstler/innen zur Nutzung des Kunstraumes angeregt und gestärkt werden?

Die Fragen 1. – 3. möchte ich zusammenhängend wie folgt beantworten:

Der Kunstraum Düsseldorf ist ein Ausstellungsraum für Künstler/-innen, der seit Mitte der 1990er Jahre von der Stadt Düsseldorf betrieben wird und der in seiner programmatischen Ausrichtung die Profile von Kunsthalle und KIT ergänzt.

Der Kunstraum steht für aktuelle, zeitgenössische Kunst, wobei der Düsseldorfer Kunstszene eine zentrale Rolle zukommen sollte. Von Anfang an war es das Ziel, Düsseldorfer Künstler/-innen aktiv in die Prozesse einzubeziehen und diese an der inhaltlichen Ausgestaltung wesentlich mitwirken zu lassen. Bis zum Jahr 2009 wurde das Programm im Bereich der Bildenden Kunst von einem alle vier Jahre neu zusammengesetzten Beirat begleitet. Diesem Gremium gehörten ausnahmslos Düsseldorfer Künstler/-innen an.

Im Jahr 2009 stellte der damals aktive Beirat seine Arbeit ein. Daraufhin übernahm die städtische Kulturverwaltung diese Aufgabe, die sie seitdem gemeinsam mit freien Düsseldorfer Kurator/-innen umsetzt. Die Auswahl der Kurator/-innen findet in einem kontinuierlichen und intensiven Austausch mit Künstler/-innen, mit Fachleuten der Museen und Kunstvereine sowie den Lehrenden der Kunstakademie statt. Diese Vorgehensweise soll sicherstellen, dass aktuelle Themen und innovative Strömungen der bildenden Kunst die Ausrichtung des Kunstraums mitbestimmen. Die an einer Zusammenarbeit interessierten Künstler/-innen und Kurator/-innen wenden sich mit ihren Projektideen direkt an das Kulturamt.

Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Kurator/-innen den ursprünglich lokalen Ansatz sukzessive um regionale und überregionale Positionen ergänzten und den Kunstraum so zu einem Forum thematisch und künstlerisch über Düsseldorf hinausgreifender Diskussionen machten. Mit diesem Konzept und seiner inhaltlichen Ausrichtung hat sich der Kunstraum einen guten Ruf in der Kunstszene erarbeitet.

Vor dem Hintergrund des Projekts 2020 und den damit verbundenen personellen Konsequenzen wird die Kulturverwaltung unter Einbeziehung des Beirates Bildende Kunst für den Kulturausschuss einen neuen Vorschlag erarbeiten, der die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Kunstraums bilden soll.

Es gilt das gesprochene Wort.

 

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