Foto: Dietmar Wolf

Pressemitteilung zum Lärm Notfallpraxis

Lärmschutz vor der Notfallpraxis an der Florastraße verbessern!

Im Jahr 2016 wurde der Neubau der medizinischen Klinik des Evangelischen Krankenhauses (EVK) an der Florastr. eröffnet. In diesen Neubau wurde auch die Notfallpraxis des Notdienst Düsseldorfer Ärzte e.V. von der Kronenstraße an die Florastraße verlagert. Für den Neubau mussten nicht nur der Großteil der stattlichen Straßenbäume an der östlichen Seite der Florastraße weichen, sondern auch die grüne Oase des Gartens des EVK.

Die östliche Straßenseite ist nun gekennzeichnet durch einen breiten Gehweg und Nachpflanzungen von jungen Bäumen. Der Charakter des Wohnviertels hat sich dadurch komplett verändert. Im Bereich des Eingangs zur Notfallpraxis (Kreuzung Sedanstraße) wurde eine Parkbucht für Krankentransporte eingerichtet, etwas weiter nördlich gibt es eine Einfahrt zur Tiefgarage für Besuche. Neben dem Eingang zur Praxis wurde eine Rampe innerhalb eines Hohlraumes in das Gebäude eingerichtet, die einen behindertengerechten Zugang sichert. Laut der Homepage der Notfallpraxis werden im Jahr bis zu 80.000 Patient*innen vor Ort behandelt. In ihrem Anfahrtsplan beschreibt die Praxis überregionale Anfahrtswege aus dem Niederrhein, dem Ruhrgebiet und dem Bergischen Land.

Seit einiger Zeit beschweren sich Anwohner*innen massiv über den Lärm, den der Betrieb der Notfallpraxis verursacht: lange Patientenschlangen vor dem Eingang, stehende Taxis mit laufenden Motoren, keine Dämpfung der Geräusche durch Bäume oder andere bauliche Maßnahmen.

Thorsten Graeßner, Vertreter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der betreffenden Bezirksvertretung 3 dazu: „Ich kann die Anwohner*innen verstehen: seit der Eröffnung der Notfallpraxis an der Florastraße, hat sich das Leben dort verändert. Statt einer grünen Oase ist die Straße nun geprägt von weißen, gesichtslosen Fassaden und in den Sommermonaten bieten die jungen kleinen Bäume keinen Schutz vor den Sonnenstrahlen.“

Graeßner weiter „Mich wundert es daher nicht, dass sich die Anlieger durch den Lärm, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden beschweren: schlagende Türen von Taxen und Rettungswägen und wartende Menschengruppen vor dem Gebäude sind insbesondere im Sommer, wenn viele bei offenen Fenstern schlafen, unzumutbar. Für mich stellt sich die Frage, ob die Florastraße trotz des EVK wirklich ein guter Standort für die Notfallpraxis ist und nicht eine Verlagerung, z. B. zur Universitätsklinik, angedacht werden sollte.“

Daher bringen wir Grüne in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung 3 den Antrag ein, erste Maßnahmen zu treffen, um den Lärm für die Anwohner*innen zu reduzieren. Darunter schlagen wir vor, zwei weitere Bäume neben der Parkbucht vor dem Eingang zu pflanzen, die Dämmung des Hohlraumes mit der Rampe auszubauen und weitere Dämmmaßnahmen zu prüfen und umzusetzen.

Dietmar Wolf, zweiter stellvertretender Bezirksbürgermeister ergänzt: „Wir haben 2016 sehr für den Erhalt der Straßenbäume gekämpft, wir konnten jedoch nur ein kleines dünnes Bäumchen erhalten. Leider kommt nun hinzu, dass viele Besucher*innen der Notfallpraxis auf dem breiten Bürgersteig vor dem Gebäude und vor den Garagenzufahrten auf der anderen Straßenseite parken, um die Gebühren für das Parkhaus zu sparen. Daher schlagen wir vor, die Zugänge zum Gehwegbereich vor der Notfallpraxis abzupollern, ohne den Zugang für Notfallfahrzeuge zu behindern.“

Dietmar Wolf weiter: „Ich verstehe die Menschen, die in ihrer Not eine solche Praxis aufsuchen. Da hat die ordentliche Parkplatzsuche erst einmal keine Priorität. Vielleicht sieht der Notdienst Düsseldorfer Ärzte e.V. die Möglichkeit, in Kooperation mit dem EVK das Parkhaus für Notfallpatienten kostenfrei zu öffnen.“

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